Zwischen Verbot und Befähigung – Kinderrechte in der Social‑Media‑Debatte

Shownotes

Verbieten, begrenzen – oder befähigen? Wer mit Kindern und Jugendlichen über Social Media spricht, landet schnell bei «Screen Time», schlechtem Gewissen und der Sehnsucht nach einer einfachen Regel. In dieser Episode geht Host Menno Labruyère gemeinsam mit Laurent Sedano, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der ZHAW Soziale Arbeit der Frage nach, wie Kinderrechte die Debatte über Social Media prägen und was sich daraus für die Praxis ableiten lässt.

Sedano hat am Positionspapier der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen mitgearbeitet, das im Kontext des australischen Social‑Media‑Gesetzes bis 16 Jahre (Dezember 2025) diskutiert wird. Kernpunkt: Kinder haben Recht auf Schutz und auf Zugang zu Information und Teilhabe. Ein Verbot verschiebt Verantwortung – und ersetzt keine Plattformregulierung.

Statt «alles oder nichts» plädieren die beiden für «bewusste Mediennutzung»: Entscheidend ist, warum und in welchem Kontext Medien genutzt werden. Der Blick geht weg von der «Algorithmus‑Allmacht» und hin zu Stress, Lebensbedingungen und fehlenden Freizeit‑Räumen – besonders bei vulnerablen Jugendlichen.

Und was kann Soziale Arbeit beitragen? Beziehungsarbeit und Lebensweltorientierung: nicht moralisieren, sondern nachfragen und begleiten. Sedanos Beispiel: ein Workshop, der das Game «Among Us» ins reale «Werwölfchen» in einer Bibliothek überführt. Dazu ein alltagstauglicher Hack gegen belastende Feeds: «algorithmische Hygiene» mit einem zweiten Konto.

In dieser Episode erwähnt:

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