Gewaltprävention: Vorbereitet sein, bevor es eskaliert
Shownotes
Was tun, wenn ein Gegenüber immer aggressiver wird? Wie lässt sich eine Eskalation frühzeitig erkennen – und wann ist es Zeit, sich aus einer Situation zurückzuziehen?
Tian Wanner, Dozent im CAS Gewaltprävention der ZHAW Soziale Arbeit, erklärt im Gespräch mit Host Regula Freuler, weshalb theoretisches Wissen allein in Hochstresssituationen oft nicht ausreicht. Entscheidend ist, mögliche Situationen zu trainieren, die eigenen «Hot Buttons» zu kennen und sich auf schwierige Momente vorzubereiten – etwa mit Implementation Intentions nach Peter Gollwitzer.
Auch beim Gegenüber gilt es, Veränderungen früh wahrzunehmen. Denn Gewalt entsteht meist nicht aus dem Nichts. Je nach Eskalationsphase braucht es unterschiedliche Reaktionen. Methoden wie die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg können hilfreich sein – aber nicht in jeder Situation.
Gewaltprävention ist zudem eine Führungsaufgabe. Organisationen müssen klare Abläufe und Grenzen definieren, ihre Mitarbeitenden auf schwierige Situationen vorbereiten und nach Vorfällen für eine gute Nachsorge sorgen – gerade im Sozialbereich, wo Gewalthäufigkeit deutlich häufiger vorkommt als in vielen anderen Branchen.
Weiterführende Literatur und Methoden:
- Ellis Amdur: Words of Power. A Guide for Ordinary People to Calm and De-Escalate Aggressive Individuals. 2018.
- Implementation Intentions: Strategien zur Selbstregulation nach Peter Gollwitzer.
- Gewaltfreie Kommunikation: Methode nach Marshall B. Rosenberg.
Produktion:
- Host: Regula Freuler
- Gast: Tian Wanner, Dozent im CAS Gewaltprävention der ZHAW Soziale Arbeit
- Aufnahme und Sounddesign: Lukas Fretz
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Transkript anzeigen
00:00:00: Tian, wann bist du letztes Mal in einer Situation, wo jemand aggressiv auf dich zukommt?
00:00:05: Das war vor wenigen Monaten in einer blauen Zone im Kreis Zwei bei einem Parkplatz, der Autofahrer sehr aggressiv zu mir zukommt und offenbar ist.
00:00:18: Ich habe gerade im Zustand von Road Rage gesehen und mich aussucht hat als Zielschieber.
00:00:25: Und wie hast du ausgegangen?
00:00:27: Gut ist es ausgegangen und es hat mir vor allem gezeigt, dass es wichtig ist sich auf so Situationen vorzubereiten.
00:00:33: Ich konnte dort auf vorgefertigte bereits antrainierte Verhaltensmuster zurückgreifen und die Situation am Schluss elegant und friedlich lösen.
00:00:47: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Sozial.
00:01:00: Heute geht es um das Thema Gewaltprävention, wenn ihr vielleicht schon ansteigen könnt.
00:01:05: Mein Name ist Regula Freuler und bei mir in unserem Podcaststudio sitzt Tiaan Wander.
00:01:10: Schön, dass du hier bist!
00:01:11: Hallo
00:01:11: Regula!
00:01:12: Ich freue mich sehr, heute dort zu sein unter meinem Herzensthema, nämlich Gewaltprevention am Arbeitsplatz.
00:01:19: Wir wenden immer am Ende von jeder Episode uns als Publikum und ermutigen euch, dass er unsere Anregungen aus der sozial-arbeiterischen Praxis schickt.
00:01:28: Und du Tiaan bist eine Aufforderung gefolgt?
00:01:31: Das freut uns natürlich!
00:01:32: Du hast alles geschrieben.
00:01:34: Verzeiht euch mal wer bist du und warum bist du mit dem Thema Kaltprävention zu uns gekommen?
00:01:39: Ich bin mit diesem Thema gekommen auf der einen Seite weil ich im CIS Gewaltprräventionen an der ZHA.
00:01:46: Als Gastdozent tätige ich für das Thema Gewalt am Arbeitsplatz.
00:01:50: Und auf der anderen Seite bin ich der Institutsleiter von INKORG, Institut für Konfliktbewältigung und Gewaltpräventionen.
00:01:59: Hier arbeiten wir primär mit Organisationen und Mitarbeitenden in Branchen, die ein höheres Risiko haben, dass sie aggressive Situationen erleben können.
00:02:10: Die soziale Arbeit ist eines der wichtigen Segmente für uns.
00:02:13: Wir wissen auch aus Studien dass die Gewalt-Häufigkeit in der sozialen Arbeit etwa sechsmal erhöht ist im Vergleich zu anderen Branchen.
00:02:21: Also es sind tatsächlich Tätigkeiten, bei denen ein gewisses Potenzial hat, das es klopfen kann und wir haben den Anliegen, dass sich Menschen während und an ihrer Arbeit sicher fühlen können.
00:02:32: Und wie bist du persönlich zu diesem Thema gekommen?
00:02:35: Wie wurde du als Experte für die Gewaltsprävention?
00:02:38: Das war eine lange spannende Weg.
00:02:44: als Jugendlichen und auch recht lange in so wachsender Alter durchaus erlebnisorientiert zu sehen.
00:02:49: Was
00:02:50: heisst das so?
00:02:52: Ich versuche, das möglichst neutral auszudrucken.
00:02:55: Genau ein Film mit Teilweise Subkulturen zu tun, die gewalt eine normale Form von soziale Interaktion ist, eine Form von Kommunikation, bei über diese Erfahrung dann ins Thema Selbstverteidigung rutscht und habe dann zunehmend meine Arbeit verlagert von der intervention, von der körperlichen Intervention hin zur Prävention.
00:03:18: Also was können wir als Mitarbeitende und als Organisationen machen damit es gar nicht so weit kommt dass jemand die Kontrolle über sich verliert?
00:03:28: Studiert hast du aber etwas anderes gell.
00:03:32: ich habe zwei studien absolviert seinte nisch gesehen in kommunikation Und dann auch noch ein Studium in Psychologie.
00:03:41: Aus beidem sicher hilft?
00:03:43: Ja, das ist durchaus eine schwierige Situation.
00:03:45: Wir haben sowohl etwas mit Kommunikation als auch mit Psychologie zu tun und natürlich auch mit Sozialpsychologien und mit ganz vielen anderen Disziplinen.
00:03:52: Es ist sehr ein interdisziplinäres Thema Gewaltpräventionen.
00:03:56: Du hast mir auch noch in unserem Vorgespräch erzählt, dass du einen sehr interessanten Nebenverdienst gehabt hast bzw.
00:04:02: wie du dein Studium wahrscheinlich finanziert hast.
00:04:04: Wenn man dich sieht... Fast zwei Meter gross.
00:04:08: Dann kann man das fast auch noch erahnen, nämlich...
00:04:11: Ich bin während circa sechs Jahren tatsächlich studierbegleitend und tatsächlich ... Um mich zu finanzieren, aber auch um mein Bedürfnis nach Kicks auszuleben.
00:04:24: in einem einigermassen geordneten und gesunden Rahmen bin ich als Türsteher tätig gesehen.
00:04:28: Übrigens recht viel der Zeit im Klub wo noch wenige hundert Meter von da weg ist.
00:04:33: Ah ja?
00:04:34: Und bist du auch viel müssen das Wissen anwenden?
00:04:37: Es ist so, dass ich dort tatsächlich Tausende Konfliktsituationen erlebt habe.
00:04:42: Das ist ein Melting-Pod von Risikofaktoren oder das sind Nachtlöse in den Gruppen unterwegs, es ist trotzdem dunkel, die Leute konsumieren extrem viel und das führt tendenziell dazu, dass Menschen erinnern... in Zustände gehen, wo sie vielleicht nicht unbedingt die besten Entscheidungen von sich treffen.
00:05:01: Also sehr ein gutes Übungsfeld für jemanden, der in Gewaltprävention tätig ist?
00:05:05: Es war eine sehr wichtige Lebensschule, aber ich habe nach sechs Jahren gemerkt, dass es für mich Zeit wird, das hinter mir zu lassen.
00:05:13: Du hast
00:05:13: schon erwähnt, du bist dozent bei uns an der ZHW Soziale Arbeit im CIS-Gewaltprrävention.
00:05:19: Was sind das eigentlich so für Fachkräfte, die den CIS besuchen?
00:05:22: Wir sind zwar an der sozialen Arbeit Sind das alle Sozialarbeitende, die dort kommen?
00:05:27: Ich bin natürlich nicht in der Studiegangsleitung.
00:05:29: Das heisst ich kann nicht eine genaue Statistik nennen, aber so gefühlsmäßig würde ich sagen, ein Drittel kommt aus einem polizeilichen behördlichen Hintergrund, ein drittel kommt direkt aus der sozialen Arbeit und den Rest ist dann ein gemischtes Pottburi aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern, was auch darum geht wie können wir Gewalt verhindern?
00:05:53: Und haben die dann eben auf der einen Seite so polizeilich dann Sozialarbeit?
00:05:57: Haben diese solche ähnliche Probleme?
00:06:00: oder kann man auch Unterschied feststellen, auch in den Herangehensweis.
00:06:04: Also was ich sehr spannend finde ist beobachtet dass ja grundsätzlich sowohl ein Polizist als auch Personen in der sozialen Arbeit das Gute wendt.
00:06:14: für Gesellschaft aber natürlich im Zugang wie sie das Wend erreichen sind das durchaus ein Unterschied bemerkbarer.
00:06:21: Aber für mich ist es trotzdem wichtig, die Brücke zwischen den beiden zu finden.
00:06:27: Was ich besonders toll gefunden habe – ich habe das eher einmal gemacht – war auch Leute, die in der Polizei gesehen sind und dann in diese sozialen Arbeit gewechselt sind bzw.
00:06:37: umgekehrt.
00:06:38: Und das gibt natürlich eine breite Denke, die extrem wertvoll ist.
00:06:43: Im Vorsprache, was wir geführt haben, sagst du mal, dass immer wieder so fach ist?
00:06:46: die Personen, vor allem aus dem sozialen Bereich sagen, dass sie sich in eskalierenden Situationen nicht wirklich ausreichend vorbereitet fühlen.
00:06:56: Was würde man sagen, fehlt ihnen den meisten?
00:06:58: Ist es zu wissen?
00:06:59: Das heisst, dass jetzt vielleicht in der Ausbildung Gewaltprävention ein bisschen zu kurz kommt?
00:07:03: oder die Übung?
00:07:05: Sind ja nicht alle Türsther wie du, die jeden Tag oder jedes Wochenende üben können?
00:07:09: Oder fehlt vielleicht auch der Rahmen von der Organisation, die Sie schützen müssen und Ihnen vielleicht ... sagen, wie sie sich in eskalierenden Situationen behalten sollten?
00:07:20: Das sind viele Fragen auf einen.
00:07:23: Um das auseinanderzunehmen – also wer auf uns tatsächlich zukommt im INCOG-Institut – sind die Organisationen.
00:07:31: Also Teamleitungen oder auch Geschäftsführungen.
00:07:35: Weil an sie angetragen wird haben unsere Mitarbeitenden fühlen sich nicht sicher.
00:07:40: Es gibt eine gewisse Unsicherheit, in welcher Situation wir verhalten sollen etc.
00:07:45: Das Gute ist, dass diese Organisationen auf uns zukommen.
00:07:48: Die haben das offenbar schon erkannt und übernehmen die Verantwortung.
00:07:51: Leider gibt es halt eben auch andere Organisationen, wo das Problem bei den Mitarbeitern liegen.
00:07:57: Und dann sagen sie, wir müssen mehr oder weniger selber schauen – und das ist in unserer Sicht nicht sehr verantwortungsbewusst.
00:08:04: Gewaltprävention ist klar eine Führungsuufgabe.
00:08:08: Man in den Ausbildungen mitbekommt in anderen.
00:08:10: Du hast schon eine von den Fragen gesehen, weil sie zu wenig wissen kann ich nicht beurteilen.
00:08:16: aber was ich weiss ist dass gerade im Bereich wenn es um Deskulation geht also der Umgang mit Leuten die am Ufer fahren sind Es gibt zwei Arten von Wissen.
00:08:26: Es gibt Wissen rein kognitiv.
00:08:28: man weiss das muss ein Buch darüber gelassen.
00:08:31: Aber der Punkt ist so eine Situation ist eine Hochstress-Situation.
00:08:35: Du bekommst Staunenblick, vielleicht seht ihr dich nicht.
00:08:37: Du weisst nicht wie es ausgeht und du bist nicht ganz sicher, was ihr jetzt machen soll.
00:08:41: Zumindest in so Situationen auch Handlungsfähigkeit können.
00:08:43: sie längt es halt eben nicht nur über das Problem zu reden, sondern man muss es tatsächlich trainieren am besten mit Schauspieler ins Szenarien-Inrollenspiel.
00:08:52: Weil alles andere ist Wissen, die du dann im Ernstfall nicht abrufen
00:08:56: kannst.
00:08:56: Lohne uns doch mal eine ganze konkrete Situation nehmen!
00:09:00: Ich arbeite in einer stationären Einrichtung.
00:09:05: Ich bin bei einem Büroarbe gemacht, jemand kommt rein und schreit mich einfach an vor Wut.
00:09:12: Was mache ich jetzt?
00:09:15: Was du machst, hängt primär einmal darauf ab, was hast du schon für Erfahrungen gemacht?
00:09:21: Wie geht es dir mit solchen Situationen um?
00:09:23: Im extremen Fall ... Das haben wir schon viel erlebt, dass das Beleid passiert.
00:09:28: Dass du eine Schockstarre hast nur weil dir jemand aggressiv angeht.
00:09:32: Das ist nicht ganz ein optimales Reaktion, denn Schock starre bedeutet Handlungsunfähigkeit und es bedeutet auch, dass du im Gegenüber ausgeliefert bist.
00:09:42: Im optimalen Fall wurde diese Möglichkeit schon erkannt.
00:09:47: Man hat vielleicht vorhin tatsächlich einen Gewaltschutzkonzept gearbeitet die Risiken angeschaut und hat untergesehen, es könnte ein sein, dass jemand im Büro verbal oder körperlich attackiert wird.
00:09:59: Und man hat das Problem erkannt und gesagt hat, falls das passiert ist, wenn sich der Alarmknopf viel drücken kann.
00:10:05: Dass da einfach ganz klare Vorgaben hier sind, dass du weißt als Mitarbeiterin in einer Situation, wo ihr über den Kopf wachst, was mache ich als Nächstes?
00:10:13: Räufe vielleicht der Kollege, vielleicht laufe ich raus, vielleicht drücke ich den Alarm.
00:10:17: Das ist etwas, was man als Team und auch eine Organisation klären muss, damit es im Ernstfall am Platz ist.
00:10:23: Über die Organisation oder was die Rolle dieser Organisation ist, würde ich gerne nachher noch ein paar Fragen stellen.
00:10:29: Zuerst nochmal... zum Mensch selbst, das du am Anfang erwähnt hast.
00:10:32: Es sind so die drei oder vier Reaktionen, die man hat, also wo das Nervensystem automatisch reagiert.
00:10:40: Also Fight, Flight, Freeze und Phan.
00:10:43: Das heisst entweder man geht sofort in Kampfmodus.
00:10:46: Man schaut, dass man so schnell wie möglich verschwindet.
00:10:48: Es gibt Leute, die erstarrt.
00:10:50: Oder Phan wäre jetzt das, was häufig noch ein bisschen genannt wird mit einer übermäßigen Anpassung?
00:10:55: beschwichtigen und sich selbst total zurücknehmen.
00:11:01: Wenn ich mich jetzt so bedroht fühle, wie stark bestimmt die automatische Reaktion, was ich überhaupt in einer Situation machen kann oder dass ich überhaupt ins Innenkontrollen wieder reinkomme nach dieser Reaktionen?
00:11:15: Also wenn du schon in der Extremform von der Reaktione drin bist, da gibt es Techniken zu rausholen.
00:11:21: Die Schwierigkeit ist dabei, die musst du natürlich auch wie alles trainieren.
00:11:26: Man kann sich aus einem Freeze herausholen.
00:11:28: Übrigens ist der Freeze etwas ganz Natürliches.
00:11:29: selbst Leute, die langjährige Erfahrungen mit harter Gewalt haben, körperlicher Gewalt keiten in den Freeze hinein.
00:11:35: Sie kommen einfach innerhalb von Sekundenbruchteile von einer halben Sekunde können sie sich wieder raus holen weil sie merken was passiert und sie wissen wie es dagegen könnte vorgehen.
00:11:43: Das ist wenn du das nicht trainiert hast vermutlich nicht auf all.
00:11:46: Aber das reden wir jetzt schon vom Extremfall.
00:11:49: Das ist aber abgestuft.
00:11:50: Es ist nicht, dass du entweder bist völlig nüchtern und voll bei dir und zentriert und ruhig und gelassen und du kannst alles händeln und dann ... Bamm!
00:11:58: Und plötzlich bist du voll in der Panik hin oder voll im Kampf.
00:12:01: Das ist abgestuft bis es dort hingeht.
00:12:03: Also das kann sein, dass man eine kleine ... Freize Reaktion hast du schon im Meeting, wenn jemand von der Seite angeht.
00:12:10: Das darf man kurz verstummt, obwohl du weisst, dass du etwas sagen musst und im Kopf vertiert bist aber es kommen keine Wörter zu deinem Maul aus oder dass du sehr schnell in die Gegennagression hinein gehst.
00:12:19: Das ist noch nicht vollkampf, das ist ein Continuum.
00:12:22: Und ganz am Ende stehen wirklich diese Reaktionen in Reinformen, aber es gibt vorhin schon Abstufungen.
00:12:28: Je früher ich natürlich bemerke, dass bei mir etwas passiert, desto mehr Möglichkeiten habe ich mir auch anders entschieden.
00:12:36: bewusst etwas anderes zu machen.
00:12:38: Also
00:12:38: wenn ich da nachfragen darf, sind eigentlich... Wenn es sich die Verstande hat zwei Momente wo man analysiert ist so wie habe ich jetzt reagiert?
00:12:47: also bin ich erstarrt oder eben bin ich gerade aus tickt und was auch immer.
00:12:51: und das andere ist die Technik wo du angesprochen hast wie komme ich denn jetzt einfach sagen wir aus dem Freeze raus oder aus dem Fight raus?
00:12:59: Vielleicht dass wir das erstmal zuerst mal anschauen.
00:13:02: Wie kann ich das überhaupt erkennen?
00:13:05: Wenn ich mir überlege, solche Situationen, wenn ich in Stress gerade bin, dann noch zu analysieren können.
00:13:12: Ah ja stimmt!
00:13:13: Jetzt bin ich gerade in den Fight gegangen.
00:13:15: Wie mache ich denn das?
00:13:18: Das ist tatsächlich eine Lebensaufgabe und das hat sehr viel damit mit Selbsterkennung zu.
00:13:23: die Zeit der Selbstbeobachtung und der Reflektion.
00:13:27: Mit einem Kennen, was deine Trigger sind, was deinen Heiß nicht verlassen wird oder was deine Grundmuster sind?
00:13:34: Wie gehst du mit dem Konflikt um?
00:13:36: Bist du tendenziell jemandem, der sich entzieht?
00:13:40: Fühlst du dich wohl, wenn es ein Konflik gibt?
00:13:42: Sehst du das als Chance zu verbessern?
00:13:45: Oder ist mehr so, nein, das ist eine Bedrohung?
00:13:48: Und da sehen wir natürlich, dass das sehr viel mit individuellen Prägungen und Themen zu tun hat.
00:13:53: Für mich ist es eine Lebensaufgabe und nicht nur eine Sache von einem Einstunden-Podcast.
00:13:59: Aber natürlich für Menschen, die wirklich Personen in der internationalen Arbeit sind, die betroffen sind – vor Gewalt glaube ich!
00:14:06: Wir müssen über den Freeze reden aber noch viel mehr darüber sprechen, was ich alles machen kann, damit ich nicht im Freeze hinein komme.
00:14:14: Also alles, was vorher läuft.
00:14:16: Prävention?
00:14:17: Genau!
00:14:17: Wenn wir mal dort ein wenig genauer eingehen... Sehr gar nicht.
00:14:20: Du hast vorhin auch gesagt, es ist ja nicht einfach den Knopfdruck oder den Schalter oder das kommt so aus dem Nicht in der Regel sondern es ist eigentlich ein Prozess, das man erkennen kann.
00:14:31: Dann gehen wir doch dort einmal an den Anfang.
00:14:33: Wie erkenne ich dann den Anfang dieses Prozesses?
00:14:36: Das ist ein sehr wichtiger Punkt weil tatsächlich ist es nicht so Wie es man oft gehört von Betroffenen, plötzlich ist er vor mir gestanden und hat eine Faust in das Gesicht gekauft.
00:14:46: Das kann es geben.
00:14:47: Aber im Normalfall bedeutet das nur dass ich alles was vorher gesehen habe verpasst habe.
00:14:54: Die Wahl entsteht üblicherweise nicht aus einem kompletten Vakuum raus und plötzlich ist die Faust im Gesicht.
00:14:59: Das kann natürlich sein, wenn man jetzt irgendwie ... Also wenn es eine Attentate ist und jemand vorhin einfach die will schädigen, dann kannst du nichts machen.
00:15:05: Aber gerade am Arbeitsplatz, wenn wir vielleicht mit Klientinnen und Klienten zu tun haben, wo belastet sind oder wo vielleicht auch Substanzen konsumiert, egal was das ist, da gibt's vorher ganz viele Anzeichen und Beobachtungen, die wir machen können, die einem helfen schon frühzeitig zu erkennen.
00:15:22: Da könnte vielleicht etwas im Busch sein und da stimme ich jetzt mein Verhalten darauf ab.
00:15:28: Und das bedarf natürlich, dass man immer auch im Aussen ist mit seiner Vornehmung und Situation einschätzt – was ist Dynamik?
00:15:35: Wie verändert sich das?
00:15:36: Was passiert hier genau?
00:15:38: Und wie kann ich am besten darauf reagieren?
00:15:40: Kannst du mal ein konkretes Beispiel machen, anonymisiert aus einem Kurs oder aus deiner eigenen Praxis?
00:15:48: Ja klar!
00:15:49: Eines wäre ... wir gerade in pflagenden Prüfen oft haben, dass Leute insbesondere Notaufnahmen sind Hotspots für Gewaltentstehung.
00:15:59: Einerseits von Patienten, die noten, aber noch viel mehr von Angehörigen, die halt jetzt unbedingt wollen, dass sofort ihrem Angehäuriger geholfen wird.
00:16:11: oder es kann sein, dass sonst einfach Personen im Stress und Distress drinnen sind.
00:16:16: Nicht gewalttätig ist noch nichts laut, aber es kann sein, dass sich die Person beobachtet.
00:16:24: Wie sie ständig umschaut und auf die Uhr schaut und vielleicht aufsteht und wieder absitzt.
00:16:28: Und ich bemerke schon, da ist eine Spannung hier.
00:16:30: Jetzt ist noch keine Eskalation nicht.
00:16:33: Trotzdem kann es schon extrem hilfreich sein, wenn ich in dieser Situation zu einer Person angehe.
00:16:38: Vielleicht neben sie sitze... Anspricht Grüße Frau Müller, optimalerweise mit dem Namen.
00:16:44: Ich habe gerade gesehen, dass sie hier viel rumläuft und ich das Gefühl, sie sind recht aufgelegt.
00:16:48: Gibt es da etwas, was ich von sich machen kann?
00:16:51: So eine kleine Intervention ganz am Anfang kann verhindern, dass die Person fünfzehn Minuten später die Kontrolle über sich verliert weil sie einfach das Gefühl hat, ich werde sehen, ich wird gehört... ...ich habe eine Stimme da!
00:17:04: Du hast vorher Herr Hoth-Battens erwähnt.
00:17:08: Woher stammt der Begriff?
00:17:10: Wir reden ja meistens umgangssprachlich von Trigger.
00:17:15: Ist das ein bisschen das Gleiche?
00:17:17: Umgangssprochlich würde ich es doch gleichsetzen, für mich ist es eine linguistische Differenz.
00:17:21: Für mich ist Trigger, erinnert mich an einen Schusswaffen, wo man sich als Bild grundsätzlich schwierig findet.
00:17:27: Ich bevorzuge den Hard-Button, dass ein heisser Knopf verdrückt wird.
00:17:31: aber ich habe immer noch die Wahl zu entscheiden wie reagiere ich darauf?
00:17:36: Und gerade wenn ich am Arbeitsplatz bin und vielleicht mit den Leuten arbeite, wo ich eine Beziehung habe – und gerade in der sozialen Arbeit.
00:17:42: Das ist Beziehungsarbeit!
00:17:45: Ist eine professionelle Haltung, hat es sehr viel damit zu tun, eben die eigenen Hot-Buttons zu kennen und optimalerweise auch im Griff zu haben.
00:17:55: Zum nicht automatisch in eine emotionale, im schlimmsten Fall gegen Aggression hineingehen, sondern so hätte sie nicht mehr.
00:18:02: Das hat definitives Potenzial, um eskalieren.
00:18:06: Man kann das durchaus zum Ausdruck bringen.
00:18:09: Herr Meier, ich möchte nicht, dass man auf die Art und Weise sprechen muss.
00:18:14: Ich lasse ihn anzupassen und sonst müsste sich das Gespräch an dieser Stelle mit Ihnen jetzt beendet.
00:18:19: Also ich gebe ihm gegenüber wieder die Möglichkeit selbst zu entscheiden wie es weitergeht.
00:18:24: Und ich gehe nicht in eine emotionale und eigentlich per se selber schon aggressive Reaktion rein.
00:18:30: Und das klingt so einfach.
00:18:31: Aber wenn einem wirklich auf den Sack
00:18:35: kommt,
00:18:36: dann ist manchmal zwischen Theorie und Praxis wieder ein recht grosses Spalt.
00:18:41: Du hast mir gerade zur Vorbereitung des Buchentfollens von Elisandur Words of Power.
00:18:47: Elisander hat selber, glaube ich, die Martial Arts war schon sehr langtätig, ist jetzt aber viele Jahre in der Gewaltprävention drin.
00:18:55: Er sagt ja... Ich muss sie meine eigene Reaktion kennen und kontrollieren können, bevor ich dann mit einem aggressiven Gegenüber umgehen kann.
00:19:03: Und du sagst jetzt gerade, das klingt so einfach!
00:19:06: Man sagt sich, man muss doch nur die Ruhe bewahren.
00:19:08: Aber das nimmt mich wirklich wundervieler.
00:19:10: Wie kann ich das trainieren?
00:19:12: Wenn ich mir es gegenüber genau den Hot-Button drücke... Da geht's bei mir einfach durch.
00:19:18: Wie lerne ich das?
00:19:20: Erkenne dich selbst.
00:19:22: Und darum ist es tatsächlich eine Lebensaufgabe.
00:19:26: Es gibt im Moment selbst, wo es Möglichkeiten gibt wie z.B.
00:19:30: Atemtechniker, die helfen, die wieder mehr zu zentrieren.
00:19:34: Körper-Techniker, bei denen sie in Spannung kommen, auch in schwierigen Situationen.
00:19:40: Das ist mehr so eine akute Interventionsseite.
00:19:42: Aber es gibt vorne auch noch einen Seiten, der sehr viel mit seiner eigenen Biografie zu tun hat – also eigene Biografienarbeit.
00:19:49: Sehr bewusst werden, was meine Träger sind?
00:19:55: die aufschreiben, was mich triggert und dann auch überlegen wie ich in einer professionellen Haltung reagiere wenn der Trigger auftaucht.
00:20:04: Also es ist nach Golvid zur Implementation Intention wo ich mir überlege im Vorfeld Was kann passieren?
00:20:13: Und was mache ich denn?
00:20:14: Es ist wie ein Wendanplan also ein Wendenplan dass ich das vorher schon mache damit ich in der Situation eben merke.
00:20:21: Hey!
00:20:21: Ich mache jetzt Beispiel.
00:20:23: Jetzt geht meine Mutter beleidigt und die professionelle Antwort auf ist, ich möchte nicht, dass sie über meine Familie redet.
00:20:31: Und wenn du dir das bewusst wirst, dann ist es ein extrem grosser Schritt dort, dass du dich auch in schwierigen Situationen in der Kontrolle hast.
00:20:40: Und ganz ehrlich, die eigenen Hot Buttons zu kennen und im besten Fall im Griff zu haben – das ist eine sehr grosse Stück Freiheit!
00:20:49: Was meinst du mit Freiheit?
00:20:50: Ich bin immer davon abhängig, dass die anderen mich so behandeln wie ich es will.
00:20:54: Du machst dich, ich mache mich und ich entscheide, wie deine Worte auf mich reagieren.
00:20:59: Und das ist halt etwas ganz anderes als das Triggers... Du hast mir etwas gesagt und ich muss jetzt durch die Ecke gehen weil ich auch gar nicht anders.
00:21:04: Das ist eine Zwang!
00:21:06: Wir wollen Freiheit.
00:21:07: wir wollen Möglichkeit haben äussere Reize selber zu entscheiden, wenn ich darauf reagiere.
00:21:14: Und was machen wir jetzt?
00:21:14: Wenn ich alle meine Atemübungen mache und ich weiss das auch nicht, jemand hat mir gesagt, ich leg dann einfach immer meine Hände auf den Tisch... ...und dann fahre ich total wieder runter.
00:21:24: Und jemand anderen hat mir mal gesagt, sie haben ein Kettel oder einen Stein im Hosensack und decken das an.
00:21:30: Wenn das alles nichts nutzt, kann man mich einfach nicht mehr haben.
00:21:33: Was mache ich denn?
00:21:35: Wenn alles nichts benutzt, dann tust du dich nicht mehr im Griff.
00:21:37: Dann ist die Situation dir so über den Kopf gewachsen bzw.
00:21:40: du bist so drin, dass du aus der Situation raus musst oder du brauchst zumindest Unterstützung.
00:21:46: Weil die Wahrscheinlichkeit darfst du eben auferfaschen.
00:21:48: Nicht als Gegenüber siehst und vielleicht als Gegner in willstrechtwiesen sehr willspelärer oder sagen was sich hier gehört oder nicht.
00:21:57: Dann bist du nicht mehr einer professionellen Haltung.
00:21:59: das ist ein Teil des Zweiten ist.
00:22:02: Du wirst Teil vom Problem Und du kannst nicht gleichzeitig Teil des Problems und Teil der Lösung sein.
00:22:09: Ich glaube, wir tun gut darin, dass man in schwierigen Situationen so lange wie möglich versuchen, die Teil der Lösung zu sein.
00:22:15: Wenn wir das nicht mehr können, dann ist unsere Sicherheit nicht mehr gewährleistet.
00:22:20: Weil wir Dinge machen, die unsere Sicherheit aktiv untergraben.
00:22:24: Dann müssen wir umschalten!
00:22:25: Ich möchte
00:22:26: noch mal gerne zurückkommen auf das, was du vorher gesagt hast.
00:22:30: dass man muss Zeichen lesen.
00:22:33: Du hast erwähnt, die Körpersprache ist ganz oft etwas über Tigerentummen schaut immer auf die Uhr oder süftet oder schnaubt oder so.
00:22:43: Gibt es da auch Sachen, was du jetzt ... Ich sage nicht gerade Checkliste, aber das denkt mir immer.
00:22:49: Die Checklist ist so schön!
00:22:50: Aber etwas, was wir auch schauen können, außer die Kölpersprach.
00:22:54: eben genau das so.
00:22:56: und das gibt es noch andere Sachen?
00:22:58: Es gibt auch ganz viele, ich möchte schnell zurückgriffen.
00:23:00: Einfach etwas, was du vorhin gesagt hast.
00:23:02: Du hast mir da jemandem geredet, der gesagt hat, ich tue immer so die Hände auf die Tischefläche.
00:23:06: Wenn ich das Wort immer höre, redet sich bei mir einen leichten Widerstand.
00:23:11: Ich finde es okay dass du die Hand auf die Tischfläche redest in einem Konfliktgespräch, wo vielleicht andere Meinungen im Raum sind.
00:23:18: und jetzt hat man hier ein Konflikter über.
00:23:20: Wenn sie gegenüberan von laut werden und umschreien Dann ist das vielleicht nicht mehr so gut.
00:23:25: Wenn es davon dicht zu beleidigen ... Nimm gut, wenn es davon tief zu bedrohen ... Warten Sie noch, ich zeige Ihnen ... Dann ist's nicht gut!
00:23:33: Wenn es gegenüber aufsteht und füscht bald und du sitzt hier und versuchst in inneren Seelenfrieden zu finden mit der Hand auf dem Tisch, dann ist das definitiv nicht optimal.
00:23:41: Dieses Verhalten muss aufs Gegenüber abgestimmt sein.
00:23:45: Und da haben wir einerseits eben die Konfliktphase.
00:23:47: Da ist grundsätzlich noch auf Augenhöhe.
00:23:50: Dann haben wir die Phase bei jemandem wütend wird und Kontrolle zunahmend.
00:23:55: verliert.
00:23:56: Da versuchen wir die Person da hingehen zu unterstützen, dass sie wieder in Konflikt zurückkommt und dass man wieder eine Lösung findet.
00:24:03: Das ist der beste Weg, das kann man auch bezeichnen als Deeskalation.
00:24:06: Es kann aber auch sein, dass diese Person weiter steigt und die Wut kiebt über ihre Rage.
00:24:11: Und hier wird die Person zur Bedrohung, weil sie von dort ihre Hemmungen verlieren.
00:24:15: Und wenn wir es gegenüber nicht mehr unterstützen, dann geht's jetzt nur noch darum, das Verhalten vor dem Gegenüber zu kontrollieren mit ganz einfach und klaren Anweisungen Zum Schutz von uns, zum Schutz der Klientin vom Klient.
00:24:28: Also für alle.
00:24:30: Ist es nicht ganz die Antwort auf meine Frage sein?
00:24:34: Aber auch etwas, was wichtig ist zum Lesen.
00:24:36: Ich lasse mich hier gerne darauf ein.
00:24:38: Genau, also die drei Stufen der Eskalation, oder ist das das, was du jetzt angesprochen hast?
00:24:45: Ja, man kann das in verschiedenen Stufen genau mehr schaffen.
00:24:47: Die Grundsätzlich nach einem Medaillementen-Konflikt.
00:24:49: Dann haben wir die Phasen von der Wut und den Ragen.
00:24:53: Und dann hat man die Notfallphase, wo es wirklich gewalttätig wird.
00:24:56: Also was endet tatsächlich zur körperlichen Gewaltgrund oder zum massivsten Drohungen?
00:25:00: Zu Eingrenzungen der Bewegungsfreiheit, zu unerwünschten Berührung.
00:25:04: Also da, was wirklich eine hohe Bedrohung gibt.
00:25:06: Und ich muss dort einen Punkt machen zu dieser Frage vor, weil vom Mezzils genau das Tee... Weil ich kann diese Phase erkennen Weil je nachdem ist etwas, was in der einen Phase funktioniert.
00:25:20: In einer anderen Phase der Wege im Abgrund.
00:25:22: Also das Beispiel.
00:25:23: Gewaltfreie Kommunikation ist für wütige oder vor allem von Personen in Rage nicht taugliches Mittel.
00:25:30: Mach doch noch ganz schnell eine kleine Klammer an, die es für diejenigen, die jetzt nicht wissen.
00:25:36: Die
00:25:36: gewaltfreien Kommunikationsmodelle ist vom Marschel Pirosenberg ... Darum geht, wie ich in den Konflikt kommunizieren kann.
00:25:46: Gewaltfrei meine Bedürfnisse äußeren auf ein Art und Weise, das nicht um Macht geht.
00:25:52: Der Spannende ist, dass Marschler-Hosenberg sehr viel Erfahrung mit sehr gewalttätigen Personen hatte.
00:25:59: Er hat auch selber gesagt, dass bei Leuten, die kurz vor Gewalt sind oder in der Gewalt drin sind, ist Gewaltfreie Kommunikation ein falscher Mittel.
00:26:08: Also er hat es selbst erkannt aus seiner Arbeit raus.
00:26:11: Ich finde die Waldfreie Kommunikation super.
00:26:13: Man muss einfach wissen, in welcher Phase von so einer Eskalationskurve hat sie ihren Platz?
00:26:18: Und eben am Anfang hat das durchaus seinen Platz mit der Kommunikations- und Austauschbereitung gegenüber.
00:26:24: Wenn mir jemand die Faust will ins Gesicht hauen, sollte ich nicht einfach über meine Gefühle reden.
00:26:28: Das ist dazu schon abgefahren.
00:26:30: Ein Gegenteil!
00:26:32: Wahrscheinlich seid ihr aggressiv bei so einer Person halt weiss was deine Gefühlen dann... Kannst du dir vorstellen, dass es kommt?
00:26:36: Welche Satz
00:26:37: denn genau?
00:26:39: Deine Gefühle sind auch eine gewaltbereite Person.
00:26:41: In dem Moment, wo es sich überlegt soll sie in der Pfustis Gesichtau oder das Zeug umerühren, sind diese Menschen ihre Gefühlen wirklich recht egal?
00:26:50: Also das heisst die ersten Phasen.
00:26:51: wenn jemand noch ansprechbar ist vielleicht wieder zurück zu dieser Situation im Wartenaum, im Spital, jemand ist am Umtiger und so die Person ist theoretisch noch erreichbar.
00:27:02: Vielleicht nicht nach neun Stunden in den Notaufnahmen aber... Am Anfang noch.
00:27:06: So, und dann kommen wir zu einer weiteren Phase.
00:27:08: also wenn man merkt jetzt wird es schon heisser oder?
00:27:11: Bei der Interaktion genau die Körpersprache verändert sich.
00:27:15: das sind die Sachen wo man beobachtet bekommt was du vorher angesprochen hast.
00:27:18: die Kölperspruche verändert sich Wenn es heiße Aggression ist.
00:27:22: Leute blosen sich tendenziell auf.
00:27:24: nehmt mehr Raum ein fängt vielleicht auch mit dem Finger auf dich zeigen agressive Schäste.
00:27:28: Du siehst zunehmend Spannung besonders im Nackenbereich im Gesicht.
00:27:32: Der Blick kann startend werden Zets werden tendenziell kürzer, die Stimme wird härter.
00:27:38: Es werden weniger Wörter gebraucht und diese haben teilweise durch einen Charakter, der nicht im ganzen Sozial- vertraglich sind.
00:27:46: Also du merkst, dass diese Person in die Emotionen geht und die Kontrolle über sich verliert.
00:27:51: Was es eigentlich ist, wenn ein Mensch das Bedürfnis hat?
00:27:55: Dass er in seinen Bedürfen anerkannt wird... Die einzige Methode, die man sieht ist laut, unanständig und vielleicht sogar bedrohlich.
00:28:02: Und
00:28:02: dort kann man aber noch deeskalieren?
00:28:04: Dort kann man noch deskalieren oder man kann es zumindest versuchen.
00:28:08: Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Deeskalationsversuche erfolgreich sind.
00:28:13: Also du verweite, dass jemand in Ragen kommt, ist vergleichsweise relativ selten.
00:28:18: Kannst du ein paar Beispiele geben?
00:28:20: Was wäre eine Deeskulation im Kontext der sozialen Arbeit?
00:28:24: Wenn ... dass jemand sich ungerecht behandelt fühlt, weil er zum Beispiel in einem Betrieb ist von der Arbeitsintegration und dort gilt regeln.
00:28:32: Du darfst während der Arbeit nicht auf die Hände drücken.
00:28:35: Und diese Person wird jetzt zum Dritten Mal am Tag am Handy gesehen offenbar und dann will sie darauf angesprochen haben, man hat auch abgemacht, du darfst an dem Handy sein und irgendwie Social Media drucken.
00:28:44: Dann wird die Person von da oben, was fällt da eigentlich ein?
00:28:47: Dann kommen die Räder verschimpfen, ich habe das gar nicht gemacht
00:28:49: etc.,
00:28:50: vielleicht hat sie es tatsächlich nicht gemacht.
00:28:52: Vielleicht hat sie nur auf die Uhrzeit geguckt beschuldigt und ungerecht.
00:28:56: Und die Fotos aufzustiegen, beleidigte Personen oder Tältere von dieser Person.
00:29:01: Aber das ist noch etwas, was aus einem Stück weit nachvollziehbarer Wunsch nach Anerkennung und vielleicht auch in ungerechter Behandlung drin ist.
00:29:10: Die Person fühlt sich gerade ungerecht behandelt.
00:29:13: Sie glaubt nicht, dass sie vom normalen Weg bekommt, wo sie will.
00:29:16: Darum entscheidet sie sich jetzt, Leute zu werden.
00:29:18: Das sind sehr oft Situationen ... In diesem Fall jetzt, wenn man wirklich etwas ungerechtfertig beschuldigt hat.
00:29:25: Wo wir tatsächlich auch mal sagen können... Sorry, mein Fehler gesehen.
00:29:29: Ich habe gemeint, dass ich am Handy im Social Media drücke.
00:29:32: Ich hatte das dritte Mal gesehen aber es ist okay.
00:29:36: Was dann auch wieder viel mit der eigenen Person tut, nämlich dass man glaubt den Aussage gegenüber und sich entschuldigen
00:29:44: kann?
00:29:45: Ja!
00:29:46: Jede Interaktion sind mindestens zwei Personen drin.
00:29:49: Und die bringen beide ihrer Rucksack mit.
00:29:51: und da gibt es Kombinationen, die funktionieren super und dann gibt's Kombinatione, bei denen braucht es deutlich weniger damit es laut- und unanständig wird.
00:30:01: Trotzdem, laut und unanständig sollte definitiv nicht mehr als Personen sein, die dort arbeiten, wo wir Klienten schaffen.
00:30:09: Das überlassen wir gerne unseren Klientinnen und Klientern.
00:30:12: Wir sollten professionell sein!
00:30:15: Ohne jetzt welches dieser Typen zu verfallen ist.
00:30:18: Aber als Sozialarbeiter wollte ich grundsätzlich Menschen unterstützen.
00:30:23: Das ist eine Grundhaltung, die ich auch einnehme.
00:30:27: Ich habe nicht nur einen Impuls, sondern es ist Teil der Profession.
00:30:33: Kann das genau in so einer Situation wie du sie geschildert hast oder kann es hinterlich sein?
00:30:40: Absolut kann das hindelig sein und wir sehen, dass in unserer Arbeit sowohl in sozialen Institutionen wie auch im Gesundheitsbereich.
00:30:49: Du vorstattest davon zu arbeiten, weil du grundsätzlich etwas Gutes willst.
00:30:54: Du willst, dass der Person gut geht.
00:30:56: Du willst helfen, du willst unterstützen.
00:30:59: Und es kann recht schon gewesen sein wenn du dann mit Leuten unanständigen schreienden beleidigten bedrohenden Personen zu tun hast.
00:31:07: Das kann sehr unangenehm bis hin zu... Dorthin führen, dass die Leute sagen, man kann das nicht mehr.
00:31:14: Das ist schade, wenn man sehr motivierte und engagierte Menschen verliert, weil wir es nicht schaffen, dass sie weniger gewaltdexponiert sind oder dass sie nicht die Strategie in die Hand bekommen, damit sie mit dem besser umkommen
00:31:28: können.
00:31:29: Das eine, was du jetzt ansprichst ist sicher Leute, die enttäuscht sind nachher vom Beruf.
00:31:33: Weil sie denken, so habe ich es mir nicht vorgestellt oder ich möchte ja eigentlich etwas Gutes machen und jetzt werde ich aber in eine andere Rolle drängen?
00:31:42: Also vielleicht ist auch das so etwas, wo wir auch noch anschauen können.
00:31:44: Nicht nur wie merke ich Zeichen lassen sondern wie merken wir eigentlich, dass ich plötzlich in eine neue Rolle komme, die mir nicht so behagt.
00:31:52: Vielleicht
00:31:52: sind Sie gar nicht so in jedem Fall enttauscht ... von der eigentlichen Tätigkeit, so sehr oft sind sie enttäuscht für die Führung.
00:31:59: Weil sie dort einfach im Stich gelohnt werden bis hin zu verheizt werden.
00:32:03: Also jetzt kämen wir doch zu den Organisationen nämlich die Verantwortung der Organisation in solchen Fällen?
00:32:08: Die haben sicher eine grosse Verantwortung zum schauen dass es gar nicht so weit kommt, dass man ein System baut, ein komplettes System vor Gewaltprävention wo eben viel grösser ist und viel weiter als nur ST-Eskalationstraining.
00:32:28: Man lässt sich eigentlich als Facharbeiter viel zu viel Verantwortung auf, wenn man sagt, ich muss das ja können.
00:32:36: Ich muss doch fein sein, jede Situation zu lösen.
00:32:39: Wir erkennen immer wieder, dass Personen viel zu lange in Situationen drin bleiben, die den Zug schon abgefahren waren.
00:32:47: Wenn du fustest darauf, siehst du, es bringt nichts mehr und sehr oft haben die Mitarbeitenden ... Irgendwo von sich selbst spielt oder das Gefühl, man müsse es doch noch irgendwie können.
00:32:58: Ich muss doch das irgendwie weg, irgendwie anbekommen.
00:33:01: und wenn ich jetzt aus dieser Situation rausgegangen bin – das ist doch unprofessionell!
00:33:04: Und was denken die Kolleginnen und Kollegen über mich?
00:33:06: Dass ich diese Situation in einer Manage... Nein, wenn es gegenüber zu einer Gefahr, zu einer Bedrohung wird, dann muss ich nichts mehr lösen.
00:33:15: Das ist auch ein Punkt wo wir bei Sozialarbeitenden gesehen sind.
00:33:19: Die sind sehr oft sehr gut drinnen Menschen zu unterstützen Aber oftmals dann eben nicht so gut darin eine Grenze setzen und das Verhalten inzuschränken.
00:33:27: Etwa mal ganz klar zu sagen, bittet ihr euch aufschreien, gehen Sie einen Schritt zurück!
00:33:32: Ich will nicht dass sie... Gehen Sie zurück also die Grenzen setzen und es ganz klar kommunizieren.
00:33:37: Das können zum Beispiel Polizisten deutlich besser.
00:33:41: Dafür sind jetzt Polizistinnen und Poliziste teilweise nicht immer die besten wenn's ums Deeskalieren geht, was auch die Sozialarbeiten der Vorteile haben.
00:33:49: In unserem Verständnis ist beides wichtig, ich muss in der Lage sein auf das Gegenüber einzugehen.
00:33:56: Ich muss aber auch ständig als übergeordnete Klammer darüber die Sicherheit haben und wenn ich das Gefühl habe dass eine Situation nicht gut ist oder wenn ich Angst bekomme... Das ist ein ganz wichtiger Indikator um mein eigener Bauchgefühl.
00:34:07: Wenn ich Angst bekommen in einer Situation dann sollte ich nicht mehr deeskalieren.
00:34:11: Jetzt geht es nämlich um meine Sicherheit!
00:34:12: Ich muss Distanz aufbauen sowohl körperliche Distanz wie auch möglichst emotionale Und wenn es sein kann, dass ich zum Raum ausgegangen oder dass ich den Kollegen darum bitte mit zu unterstützen.
00:34:25: Das ist für mich professionell, das ist kein Versagen.
00:34:27: Es ist ein Erkennen von der eigenen Grenze und wenn du merkst, ob ich an der Grenze oder überaus die Konsequenzen rausziehe.
00:34:34: Wo würdest du sagen, hört sozusagen deine eigene Verantwortung auf?
00:34:38: Nämlich das, was ich als Fachkraft mitbringen muss.
00:34:41: Das habe ich auch Ausbildung, Erfahrung.
00:34:42: Darum habe ich diesen Job.
00:34:44: Wenn hört er es auf und dann heisst ab jetzt ... muss ich mich darauf verlassen, was in der Organisation zum Beispiel geregelt wurde für sättige Fälle.
00:34:53: Wo muss die Organisation übernehmen?
00:34:57: Bin ich vor Rahmen vorgegeben oder so?
00:34:59: Am stärksten wirkt Gewaltprävention, wenn man einen multidisziplinären Ansatz hat, das verschiedene Faktoren dreispiele.
00:35:08: Für uns ist es extrem wichtig, dass Institutionen zum Beispiel Richtlinien haben sie im Umgang mit solchen Situationen.
00:35:14: Man muss sehr klar definiert werden, welches Verhalten gehört in welche Klasse?
00:35:18: Also was ist normaler Konflikt?
00:35:20: Was ist vielleicht problematisches Verhalten?
00:35:22: Was sind Inakzeptablesverhalten und was ist Notfall?
00:35:26: Dass man das wie Klaster bildet von möglichen Sachen, die passieren können – in welchem Klaster ist es drin?
00:35:30: Und was erwarten wir von den Mitarbeitenden?
00:35:34: Was erwarten mir vom Team?
00:35:36: oder was erwarteten wir von der Vorgesetzten?
00:35:39: Und dann natürlich auch überlegt und dann wird es natürlich ein bisschen komplexer.
00:35:43: Man muss sich hier finden, was man präventiv macht, damit es nicht so eine Situation kommt.
00:35:49: Was machen wir in der Intervention?
00:35:51: Was ist dort verlangt?
00:35:53: Aber auch was ist die Nachsorge?
00:35:54: wie begleitet man Menschen nach dem etwas passiert ist, damit sie mit diesem gut umgehen können.
00:36:00: Das ist sehr viel konzeptionelle Arbeit, Richtlinienarbeit ... Und da gibt's oft harte Diskussionen.
00:36:07: Jetzt müssen wir wirklich definieren, was für uns akzeptabel ist und was nicht.
00:36:13: Wir können das Leben einfach machen oder ein Blättchen anführen und sagen, wir tolerieren keine Gewalt.
00:36:19: Aber es ist plötzlich mit tolerierendem Gewalt!
00:36:22: Mit belasteten Menschen zu tun.
00:36:24: Es sind Leute, die teilweise lüter werden.
00:36:27: Das kann man sagen, dass sie lütern werden.
00:36:28: Jedes Mal, wenn jemand etwas lüters wird, brechen wir das Gespräch ab, weil wir null Toleranz gegen Gewalt haben.
00:36:34: Das ist zu wenig granular.
00:36:37: Und es schafft keine Sicherheit.
00:36:39: Dann kann man das vielleicht ein wenig annularer sagen und wir tolerieren keinen Bedrohungen gegenüber unseren Mitarbeitenden, jetzt ist schon etwas klarer.
00:36:47: Das Optimum ist wenn wir die Diskussion führen einerseits auf Leitungsäbene was sind die Werte, die wir haben?
00:36:55: Und dass die Mitarbeiter dort eben auch... Dabei sind, um die Werte zu definieren.
00:37:01: Und mit Wert definieren meine ich nicht auf einer hoch abkobenen Ebene übers Wort Respekt.
00:37:06: und dann haben wir für den Respekt wichtig.
00:37:09: Was bedeutet denn Respekt ganz konkret und spezifisch?
00:37:13: Also genau das werden wir jetzt auch in Sinne richtigen.
00:37:18: Wir pflegen einen respektvollen Umgang.
00:37:20: Genau!
00:37:21: Was heisst jetzt das?
00:37:21: Jetzt hast du der Klient X Und er kommt mit dir ins Gespräch, du bist Sozialarbeiterin.
00:37:30: Er sitzt an und sagt mit ihnen red ich nicht.
00:37:33: In meiner Kultur lasse ich mir von Frauen nichts sagen.
00:37:38: Jetzt ist die Frage, was bedeutet Respekt?
00:37:40: Respekt kann zwei Seiten haben.
00:37:42: Es kann sein, dass du sagst, ich bin kulturell sensitiv und es kann tatsächlich sein, das auch aus so einer Kultur kommt.
00:37:48: Ich will ihm nichts aufzwingen aber ihm passt.
00:37:50: Also respektvoll ihm gegenüber wenn ich dann wunsch nachkomme.
00:37:53: Es kann aber auch sein, dass du sagst, mir ist Gleichberechtigung wichtig und Freiheit.
00:38:03: Mit einer Frau nicht reden nur, weil sie eine Frau ist – es ist ganz klar diskriminierend!
00:38:07: Das geht für mich überhaupt nicht.
00:38:08: Das verletzt mein Gefühl von Respekt mehr gegenüber komplett.
00:38:13: Wenn man hier nicht darüber redet und sagt, wie gehen wir mit solchen Situationen um?
00:38:17: Dann hat das Wort Respekt keine Bedeutung, denn jeder kann sich das ausnehmen, was für ihn passt.
00:38:23: Und damit ist er ein zahnloser Tiger.
00:38:25: Wir müssen tatsächlich eine Diskussion über Werte führen und ganz konkret darüber, an was zeigt sich der Wert.
00:38:33: Wenn ist der Wert erfüllt?
00:38:35: Wenn ist er verletzt?
00:38:37: Und du kannst dir vorstellen dass das nicht immer die einfachsten Diskussionen sind.
00:38:41: Der Punkt ist aber es ist ein mühsame Unterumstand Diskussion und vielleicht auch schwierige Aber am Schluss gibt's der Klienten und die Klientinnen Sicherheit.
00:38:51: Weil sie wissen, was die Regeln sind und auf was sie sich verlassen können.
00:38:55: Es ist ein Problem wenn bei ihr diese Regel gilt und beim anderen gilt wieder eine komplett andere Regel.
00:38:59: Natürlich müssen wir jetzt nicht stuhrregeln durch den Boxen aber es gibt schon Sachen wo man sich darauf verlassen muss.
00:39:06: Das gilt hier.
00:39:07: Auf diese Art und Weise gehen wir miteinander um.
00:39:10: Das bedeutet, wenn ich als sozialer Arbeitende respektvoll im Klientin gegenüber bin.
00:39:14: Und das bedeutet den Klienten der Sozialarbeitenden gegenüber respektfull ist und die klaren mir das Handesdom.
00:39:21: sicher sind Klientinnen und Klientern aber auch mehr als Mitarbeiter.
00:39:26: Du hast gesagt, dass es sich mir vorstellen kann, dass das schwierig ist zu diskutieren?
00:39:29: Ja sehr!
00:39:32: Ich kann mir vorstellen, dass vielleicht noch einfacher oder ändern möglich ist ein Konsens über die Werte finden in einer Einrichtung mit Keanik-Fünfzig Mitarbeitenden.
00:39:44: Aber wenn ich jetzt denke, das ganze Schulwesen der Schweiz ... Also an Schulen, wo man auch Gewalt auftreten kann, sei es von Älteren oder Schülern.
00:39:58: Wie findet man dort zu einem Wert?
00:40:01: Ich frage ganz konkret, ist das dann die Schulhauskultur und einigt sich auf diese Werte in den Schulen?
00:40:08: Oder solltet ihr den Kanton machen?
00:40:11: oder ist das Schweizweig-Guteschulsystem konturnal geregelt?
00:40:15: Vielleicht als Disclaimer, wir machen keine Gewaltprävention im Schulkontext.
00:40:19: Das ist bei uns speziell.
00:40:20: Wir arbeiten mit einem erwachsenen Personen.
00:40:25: Was aber klar ist, wenn ich mit dem Netzwerk mit Leuten rede, die an Schulen sind und an Schulen arbeiten, sehe ich oft, dass es dort so das Lieblingswort der Haltung gibt ... Das ist wie das Gespengst im Raum.
00:40:41: Halt, ich schwebe zu Hause und halte, alle reden die Verhaltung.
00:40:44: Niemand weiss was es dann ganz konkret ist.
00:40:46: Und das liegt eben genau daran dass man diese Diskussion nicht führt darüber was es denn ganz konkret und spezifisch für was wir einstehen.
00:40:54: Was bedeutet die Worthülse?
00:40:58: Aber ich kenne das Schulsystem zu wenig zum jetzt doch einmal in eure Handlungsanleitung oder Anweisungen zu gehen.
00:41:04: aber ich glaube schon auch dass gerade im Umgang mit jungen Menschen Einerseits regeln, sehr wichtig sind und andererseits nicht vergessen, dass auch Regeln durchaus mal bocken werden
00:41:17: können.
00:41:18: Wir hätten jetzt so die ganze Zeit darüber wie Eskalation verhindert werden kann, wie man richtig handelt als Fachperson.
00:41:25: Manchmal passiert es aber trotzdem, dass es zu Gewalt kommt und du hast das Wort Nachsorge vorhin schon erwähnt.
00:41:33: Was braucht eine Fachperson in einer Situation, wenn sie jetzt eben geholter lebt hat?
00:41:37: Wenn man das von der Organisation anschaut, muss es zum ersten Mal zuerst ein Rahmen hier sein, dass die Person ihre Erfahrungen mitteilen kann.
00:41:47: Nicht muss!
00:41:48: Und da kann es sein, damit völlig gelangt, dass eine Kollegin auf diese Suche kommt und zwei Tage ... Ich habe gehört, du hast gestern gerade einen ausrufenden Konflikt mit jemandem gehabt.
00:42:01: Magst du darüber reden?
00:42:02: Das ist ein Angebot.
00:42:04: Wenn die Person das will, kann sie das und wenn sie es nicht will, muss sie das auch nicht unbedingt.
00:42:10: Zwingen macht sicher keinen Sinn.
00:42:13: Wir sind sehr stark dafür, dass wir in einem Gewalt-Schutzkonzept ein System haben, wo man sämtliche Vorfälle meldet.
00:42:23: Managern, die wir messen können.
00:42:27: Und wenn wir keine Ahnung haben, was genau passiert, wo es passiert und wie es passiert, dann fällt unser wichtiger Hebel zu feststellen.
00:42:34: Also ... Wir haben ... Neunzehnte Prozent der Vorfälle sind an der Medikamentenausgabe.
00:42:40: Okay?
00:42:40: Dann müssen wir vielleicht mal die Medikamente rausgehen.
00:42:42: Noch einmal neu denken, weil da passiert offenbar so viel.
00:42:46: Wenn wir das nicht systematisch sammeln, kein Meldensystem haben, geht uns diese Information verloren.
00:42:50: Das heisst, man kann als Institution nichts aus Vorfall lernen.
00:42:54: Das ist sehr, sehr schade!
00:42:56: Und natürlich müssen wir auch ein System haben zum Vorfall aber gewissen Intensität strukturierter abzufragen.
00:43:04: und gerade wenn man merkt, dass eine Mitarbeiterin einen Mitarbeiter vielleicht auch Wochen nach dem Vorfall Anzeichen zeigt, dass sich etwas in ihren Verschoben hat.
00:43:13: Hier kann es unter Umständen dann notwendig sein, dass man dieser Person anbietet, dass sie eine professionelle Unterstützung zur Seite gestellt bekommt.
00:43:21: Was siehst du in der Praxis, werden die Vorfälle wirklich systematisch erhoben?
00:43:25: Oder ist das Ändertausnahme?
00:43:29: Leider sehe ich das nicht so viel wie es mir lieb wäre.
00:43:34: Teilweise werden Vorfällen erhobene, aber dann nur im individuellen Dossier von dieser Person.
00:43:39: Das ist ja dann nicht ganz optimal weil man kann es nicht kumulieren und auswärten Und sehr oft gibt es halt leider tatsächlich noch so, dass er das gehört zum Job dazu.
00:43:49: Du musst halt selber irgendwie schauen und teilweise gibt's Institutionen, die einfach schlicht und eher im Mitarbeitenden komplett im Seich länden.
00:43:57: Und einfach sagen, ihr müsst dir selbst wissen!
00:44:00: Und ich rette auch von Fällen, wo Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von diesem Fall sind jetzt der Leute ... junge Menschen, die an Ort sind und in ihrer Freiheit nicht ganz frei sind, dass sie teilweise die Betreuungspersonen unter Messergewalt zu Sachen zwingt.
00:44:19: Und die Institution muss einfach selber schauen.
00:44:22: Stell dir mal vor was es mit dir macht als Mitarbeitende?
00:44:25: Ja der Garsch!
00:44:26: Oder du resignierst und stell dir vor wie sicher fühlst du dich falsch um einen Zwischenfall kommt und sag mir du wärst ich.
00:44:34: Wie fest glaubst du ist jetzt die Instituation stärkter oder rücken?
00:44:38: Da bist du einfach sehr, sehr allein.
00:44:41: Und es geht teilweise so weit, dass Mitarbeiter aus eigener Initiativen und aus eigenen Taschen Trainings für Selbstbehauptung bis hin zu Selbstschutz besuchen, weil die Organisation das nicht macht.
00:44:54: Das ist sowohl ethisch-moralisch wie nicht zuletzt auch rechtlich zumindest an der Grenze zur Fahrlosigkeit.
00:45:03: Wir als Unternehmer haben wir eine Führersorgepflicht den Mitarbeitern gegenüber Und ich finde, jeder Mensch hat es recht auf ein sicherer Arbeitsplatz.
00:45:12: Genau so wichtig wie die Ausbildung und das Selbsterkennnis, was du gesagt hast ist eben diese organisationale Verantwortung.
00:45:20: Optimalerweise greifen die personenbezogenen Kompetenzen Hand in Hand in die Sicherheits- oder Gewaltpräventionskonzept der Unternehmer.
00:45:29: So wird's wirklich stark wenn man beide Seite ins Individuumsteam und Organisation, Institutionen, wo alle zusammen eine Gleiches Bild, dann eigentliche Vorstellung.
00:45:40: Und am gleichen Schritt zieht es statt irgendwie eine andere Richtung.
00:45:43: Das ist auch schon sehr ein schönes Schlusswort.
00:45:45: Ich möchte zum Schluss noch einmal an den Anfang kommen.
00:45:48: Nämlich zu dieser Parkplatz-Situation von dir.
00:45:52: Wenn du jetzt zurückdenkst vor, sagen wir, zwanzig oder dreißig Jahre ... Was hast du heute besser können als was dein damaliger ich hätte können?
00:46:03: Ich war tatsächlich sehr positiv über die eigene Reaktion.
00:46:07: Jetzt zeigt mir, dass Training funktioniert.
00:46:09: Es hat nämlich zuerst gesehen, dass ich im Autosessen bliebe wie der andere ist mit seinem typischen Zürich, möchte man fast sagen.
00:46:16: Also eine grosse fette schwarze SU-WC... Gibt es dir
00:46:18: das Basel nicht?
00:46:19: Ich wünschte schon seit dem Vierfünfundzwanzigjahr das Zürchen von meinem Herzschlott für den Zürcher auch wenn du dich vielleicht anders stöhnst!
00:46:27: Da ist vorne angefahren, da von ausschreien zum Auto.
00:46:30: Ich bleibe im Auto sitzen, weil ich nicht im Auto sitze und mache das.
00:46:33: Dann bin ich auch ausgestiegen und dann bin ich da schon fortaniert.
00:46:36: Wenn es physisch wird, möchte ich nicht in dem Auto sein, sondern draussen.
00:46:41: Dann scheint er irgendwie gemerkt, dass es vielleicht nicht so eine gute Idee ist.
00:46:45: Er ist wieder ins Auto und hat noch ein wenig umgeflucht.
00:46:47: Und ich bin noch draussen gestanden.
00:46:49: Und dann habe ich ihm gesagt ... Hey!
00:46:53: Ich mache den Vorschlag.
00:46:55: Der schaut mich an.
00:46:57: Das sagt zu ihm Ich fahre raus und gebe dir jetzt den Parkplatz.
00:47:02: Und du nimmst dein Arschloch, das du vorhin im Kopf gerührt hast zurück?
00:47:06: Ich habe noch nie einen so verblüfften Gesicht zu Ausdruck gesehen.
00:47:11: Dann bin ich ausgefahren und habe mir diesen Parkplatz überlassen.
00:47:14: Und das ist etwas, was ich vor zwanzig Jahren nie im Leben gemacht
00:47:17: habe.
00:47:18: Und hättest du sich entschuldigt für Sascha?
00:47:21: Ich bin dann in meinem Seelenfrieden ... Ich sah, dass seine Lippe sich bewegt hat aber ich habe es gar nicht gehört.
00:47:26: Das ist jetzt super gelöst weil ich an anderen Parkplats suche und wenn ich aus dieser Situation rauskomme ... Ich weiss nicht wo er drin steckt oder in Stress hat, wo er gerade steht in seinem Leben.
00:47:36: Mir bricht nichts, wenn ich den Parkplatz freigebe.
00:47:38: Es fühlt sich gut an und das stimmt von mir und darum gehe ich jetzt nicht aus einer Position oder Angst und einfach etwas gefunden.
00:47:44: Es ist jetzt zu richtigen, um das zu
00:47:46: machen.".
00:47:47: Und das war auf mir ein sehr schönes Signal, dass ich an einem Ort bin, wo ich vielleicht früher noch nicht ganz so gesehen bin.
00:47:53: Sehr gut!
00:47:53: Vielleicht hat es auch geholfen, dass du mit deinen Eins-Vein-Nünzgen grösser warst als Erdbeutel?
00:47:59: Eins-Zwei-Nunzig?!
00:48:01: Eins- Zwei-
00:48:01: Nünzig?!
00:48:03: Aber ich glaube, es kommt nicht auf die Grösse vom... und auf die Größe vom Kampf im Hund.
00:48:09: Die Grösse wäre jetzt nicht das primäre Merkwoll, was ich darauf schauen würde, wenn jemand Bedrohung ist oder nicht?
00:48:14: Ja ja...
00:48:15: Auch ganz grosse und breite Menschen können teddybären sein!
00:48:18: Ich
00:48:20: habe mich nur gefragt wie es wäre, wenn ich aus dem Auto gestiegen wäre.
00:48:24: Ich weiss nicht ob das wirklich einen Eindruck gemacht hätte.
00:48:26: Hier erlaube ich mir den ganzen Licht zu widersprechen.
00:48:29: auch Frauen können sehr selbstbestimmt und sehr assertiv auftreten.
00:48:36: Also ich würde da jetzt nicht dir erlauben, in diese Selbstverbandierung zu gehen.
00:48:42: Weil ich eine Frau bin ist das und das und dass.
00:48:45: Sehr gut!
00:48:46: Also dann tu'n ich an diesem noch arbeiten... Aber ich weiss nicht was wirklich auf dem Parkplatz wird machen?
00:48:51: Ich
00:48:51: gehe einfach nicht in der Stoßzeit mit dem Auto in die Stadt.
00:48:54: Dann hast du schon neunzehnt von deinem Gefördungspotenzial wahrscheinlich eliminiert.
00:48:59: Sehr
00:48:59: Gut!
00:48:59: Ich glaube ich mache Prävention auf dieser Ebene.
00:49:01: Super ÖV Schützt auch nicht immer, aber das wäre ein anderes Thema für einen anderen Podcast.
00:49:06: Ja genau!
00:49:07: Apropos anderer Podcasts – es hat wahrscheinlich ganz viele Sachen gegeben, die wir heute in diesem Gespräch überhaupt noch nicht mehr diskutieren können und falls ihr euch jetzt hier zuzulassen findet ja ich habe nämlich noch genau diese Frage dann schreibt euch eine E-Mail an kommunikation.sozialearbeitatzhw.ch.
00:49:28: Und wie immer, wir haben ein paar Bücher erwähnt oder Nämme erwähnten.
00:49:31: Wir werden das alles in den Show Notes nachher aufschreiben und dann können Sie das nachlesen.
00:49:37: Danke vielmals Jan, dass du da warst!
00:49:39: – Danke vielmal, dass man hier sein konnte.
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